31. Januar 2013

Aussichtsturm im Januar

Geringswalde, 26. Januar 2013, 17.43 Uhr
Nachdem ich mir schon blicksicher schien, habe ich mich noch umentschlossen. Wie kann es sein, dass man so lange sucht, grübelt und testet, obwohl man was ganz anderes auf dem Herzen hat? Denn diesen Blick liebe ich. Er liegt auf meiner kleinen Spazierrunde durch Altgeringswalde und ich freue mich immer sehr, die alte Streuobstwiese im Mittelgrund zu sehen (sie war auch auf meinem Kastanienbabyblick). Der König-Friedrich-August-Turm (kurz: Aussichtsturm) ist nicht leicht zu fotografieren. Ich näherte mich ihm von allen Seiten, doch es blieb immer ein Bild mit sehr viel Turm. Nun bin ich zufrieden. Über das Wetter im Januar 2013 möchte ich nun nicht reden.

Die Liste schließt automatisch um Mitternacht. Die nächste Liste öffnet sich am 20. Februar. Ich habe das Gefühl ungefähr 141 Frühlinge warten auf mich. Ich bin hocherfreut über eure Blicke! Danke fürs mitmachen!


Eine Frage am Rande. Ich könnte in Zukunft die Linky-Liste umkehren. Also statt Sortierung 1, 2, 3, 4, käme 4, 3, 2, 1. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Was gefällt euch besser?

29. Januar 2013

Post-Planet-Philosophie

Die Qualitäten des persönlichen Briefes leuchten ein
Spätestens seit der Sommerpost nach Müllerin Art
 Und der unvergesslichen Adventspost
Also entstaubt schon mal eure schönsten Marken
Ein neuer Stern steht am Himmel
Ein Wandelstern
Wer wem wie oft und wann?
Wir konzepten zwar noch
Doch heizt schon mal eure Ateliers ein
Fragen kann man ja schon mal, gell!

Frau Müller und Frau Heinicker planen ein Frühlings-Mail-Art-Projekt. Weil wir Briefe, Handschrift und den Charme frisch abgestempelter Briefmarken immer noch lieben. Ob ihr mitmacht oder die Ergebnisse in den Blogs genießt? Es wird so oder so fein! Ich freue mich schon.

27. Januar 2013

Karfunkel

Wochenend Momente – Erlebt, gesehen, gefühlt, gemacht und vor die Linse gehalten.


Den ersten sonnigen Januartag genossen
Ein Himmel für Raumfees Sammlung

777 mal gesagt »NACH dem Mittagessen gibt es ein Eis!«

Mich anglitzern lassen

Blicke gewechselt

Mich über diesen entzückenden Wurf gefreut

Über die vergangene Pracht Geringswaldes nachgedacht

Die »Frohe und Hanselstadt Groß-Mützenau« besucht

-.-.-

Bonusmaterial

Mich über die vielen Blicke gefreut
Ich danke euch für die schöne und große Runde

24. Januar 2013

Teil 2: Baumwuchs- und Malrichtungen

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Also lassen wir heute Bäume auf Papier wachsen. Da eine Allee nicht in mein Körbchen gepasst hat, habe ich farblose Fotoausdrucke mitgebracht. Unterschiedliche Gewächse stehen am Horizont. Konturen, Gerippe, karge Äste, die sich – je nach Veranlagung – strecken oder neigen.


Wir suchen uns einen der Bäume aus. Wie ist er gewachsen? Breit und knorrig, schmal und lang? Wir zeichnen, was wir sehen. Was siehst du? Unsere Augen folgen dem Stamm und den Ästen. Wo wachsen die Äste aus dem Stamm? Wird aus Stamm Ast? Wir kriechen in Ecken, Windungen und Rundungen. »Wo soll ich anfangen?« Da, wo alles beginnt. Lass einen Stamm aus der Erde wachsen. Weicher Bleistift auf Aquarellpapier.


Wachstum hat Richtung. Beobachte den Drall der Äste. Die Knüppelweide schießt ihre Ruten kräftig gen Himmel. Die Trauerweide lässt ihre Äste sanft und lang herabwallen. »Mein Bild sieht doof aus!« Jeder Baum hat Charakter. Jeder Strich hat Charakter. Nur dran bleiben! »Darf ich einen Drachen malen?«


Der Horizont füllt sich. Kontraste. Groß und klein, dick und dünn, grade und schief. Wir halten den Stift locker. Setzen Bogen für Bogen, Strich für Strich, Welle für Welle auf das Papier. Die Bewegung liegt im Handgelenk. Wir denken an Wachstum und an Baumfrisuren. 


Draußen ist es trist und grau. Wir mischen uns schöne, dreckige, schlammige, fade Himmelstöne herbei. So der Plan. »Nein, so mache ich das nicht. Ich male einen Sonnenuntergang!« Eine Kettenreaktion. Das Bedürfnis nach Harmonie und Romantik breitet sich im Klassenzimmer aus.


Nehmt sehr viel Wasser. Wenig Farbe. Sonst verbrennen eure Bäume. Wir feuchten vorher das Papier an. Die Farbe läuft am Himmel aus. Stämme und Äste sonnen sich. Sonnt ihr euch mit?



Zeichenkurs Teil 2
Grundschule Seelitz, 2. bis 4. Klasse
November 2012 bis Januar 2013

Die kleine Serie:
Teil 2: Baumwuchs- und Malrichtungen



20. Januar 2013

Projektauftakt – Zeigt her eure Fotos

Jeden Monat – zwölfmal im Jahr – mache ich ein Foto von meinem persönlichen Aussichtspunkt, ich werfe einen »12tel Blick«. Jahreszeiten, Wetterlagen und der Lauf der Sonne bestimmen mein Bild. Am Ende des Jahres habe ich eine wunderbare Fotoserie und einen geschärften Fotoblick.

Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Ich freue mich auf eure Fotoserien und auf regen Austausch im Linky-Plenum. Gern könnt ihr die Zeit bis zum 31. Januar nutzen und eure Fotos einfangen, posten und verlinken. Meldet euch wenn Linky Probleme bereitet!



19. Januar 2013

Krone

Wochenend Momente – Erlebt, gesehen, gefühlt, gemacht und vor die Linse gehalten.


Kieferneis am Stiel entdeckt

Frühstücksnachtischeis in der Waffel gereicht

Es leuchten gesehen

Friedliches Stabenfischen beäugt

Zeit gefunden

Da geht noch was

Mich über rätselhafte Grüße gefreut

-.-.-

Bonusmaterial Krone Spezial

Heute ohne Kronenabsprache entstanden!




-.-.-

Ich freue mich auf morgen!


17. Januar 2013

Teil 1: Apfel- und Augenschmaus

»Es kostete mich ein ganzes Leben, um zeichnen zu lernen wie ein Kind.« Ein Spruch von Picasso. Und an diesen Satz muss ich denken, wenn ich die wunderbaren Apfelzeichnungen betrachte. Sie sind das Ergebnis von Teil 1 des Zeichenkurses an der Grundschule Seelitz. Es ist Apfelzeit. Also zeichnen die Kinder Äpfel. 


Der Apfel steht vor uns auf dem Tisch. Wir schauen hin. Wir drehen und wenden ihn und sehen wie Licht und Schatten über die Rundungen und Vertiefungen wandern. Wir zeichnen mit einem sehr weichen Bleistift. Beginnen mit zartem Druck. Sonnenseite. Wir geben dem Stift mehr Druck. Schatten macht die Form sichtbar. 


Das Blatt füllt sich. Radiergummis verbannt. Es gibt keinen falschen Strich. Versuche lassen wir stehen. Fangen an anderer Stelle neu an. Die Vertiefung am Stiel beschäftigt uns. Eine Kuhle. Es geht hinein und wird dunkel. Wir verdichten. Striche und Schwünge.


Wir schauen in den Apfel hinein. Stengelkuhle im Anschnitt. Der Apfelrücken ist bauchig. Apfelherz. Vorne und hinten. Die Kerne liegen im Bett. Wir zeichnen, was wir sehen. Und ein Strich hat Charakter. Duktus.


Konflikte. Die Kinder wissen nichts von Picassos Spruch. »Ich kann nicht«, sagt ein Mädchen. Die Kinder mögen keine Wasserfarbe. Einheitliches Stöhnen, »Muss das sein, mit der Farbe?«. Viel Wasser, nehmt sehr viel Wasser. Schwimmen. Verlaufen. Abmischen und Brechen. »Ich kann nicht malen, ich male drüber«, sagt ein Junge. Farbe treiben lassen. Die Kunst des Drübermalens. Drübermalen ist richtig.


Hunger kommt auf. Eine wichtige Frage muss geklärt werden, was passiert mit den Äpfeln? Schälmeisterschaft. Bilder trocknen. Zufriedenheit. Picasso hat recht! 


Zeichenkurs Teil 1
Grundschule Seelitz, 2. bis 4. Klasse
November 2012 bis Januar 2013

Die kleine Serie:
Teil 1: Apfel- und Augenschmaus