Über mich

Ich liebe Bilder, Bücher und Buchstaben und lebe mit meinem Mann, 3 Kindern und 2 Katzen in Geringswalde, einem kleinen Städtchen zwischen DresdenLeipzig und Chemnitz. Seit 2000 arbeite ich als selbstständige Designerin und gestalte Drucksachen. Seit einigen Jahren gebe ich Zeichenunterricht.

2011 habe ich begonnen zu bloggen und zeige auf meinen Seiten freie Arbeiten. Anfangs nur als Schaufenster gedacht, hat sich durch die Bloggerei ein virtuelles Fenster geöffnet. Eins, in das viele Menschen hineinblicken und hineinsprechen können. Eins, aus das ich gern hinausschaue und welches motiviert zu schaffen und zu zeigen.


Meine gestalterische Basis fand sich während eines Fachabiturs in Iserlohn (1992–1995). Fotografie, Typografie, Gestaltungslehre, Freihandzeichnen, Plastisches Gestalten, Projektionszeichnen, Kunstgeschichte ... so hießen meine Fächer. Ein Traum. Und rückblickend war dieser Weg die beste Entscheidung.

Asthetisch 1995, Tabea baut auf


Weimar (1995–2000, Bauhaus-Universität, Fakultät Gestaltung, Visuelle Kommunikation) erlöste mich dann vom »verschult sein«. Das interdisziplinäre Projektstudium finde ich sehr überzeugend. Meine Schwerpunkte im Studium: die künstlerischen Drucktechniken (Siebdruck, Bleisatz, Radierung), die Konzeption und Umsetzung von Erscheinungsbildern, die Beschäftigung mit Typografie und Layout und eine innige Auseinandersetzung mit Raster und Pixel. Ich erlernte das Buchbinden und führte Künstlertagebücher. Wichtig für mich: das Denken und praktische Arbeiten mit Narration und Interaktivität bzw. Nichtlinearität und dies immer mit dem Schwerpunkt auf »Papier«. Erzählen auf der Fläche also. Analog. Besonders interessiert hat mich das Visualisieren von Konstrukten. Künstlerisch und narrativ, nicht wissenschaftlich.

Siebdruckvorlage, Weimar, 1997


Als nach meinem Studium die Werkstätten, Vorlesungen, Projekte und Kontakte wegbrachen, habe ich mir eins vorgenommen: Sutium! Zugegeben, das war ein Tippfehler und ist für mich nun eine Lebensaufgabe geworden. Mein Studium (also Sutium) sollte nie aufhören. Einige Jahre recht allein (Leipzig 2001–2009), dann digital vernetzt mit vielen anderen gemeinsam, geht das nun recht gut. Derweil sind sämtliche künstlerische Drucktechniken stubentauglich, Vorlesungen finde ich im Netz, Austausch in den Blogs und auf Treffen. Ich binde Bücher, zeichne, drucke, schreibe ... und zeige das eine und andere im Blog.

Mail-Art von mir aus dem Jahre 2008



Seit 2011 fotografiere ich. In diesem Fall stehe ich zur Floskel »leidenschaftlich«. Mein erstes Fotoprojekt »Sieben Sachen« (2011–2014) fing Schönheiten und Geschichten vom Wochenende ein. Auch ging es für mich um Nähe und Distanz. Es folgte mein Dauerlicht »12tel Blick« (seit 2012), in dem ich einmal im Monat das gleiche Motiv ablichte und im Wandel der Zeit beobachte. Der 12tel Blick ist ein öffentliches Projekt, jeder kann mitmachen.

Mein aktuelles Fotoprojekt »Radius« entwickelte sich aus Versuchen wie »Schön alt werden« und »Wallen«. Die Liebe zur Landschaft und zu den kleinen Städtchen um Geringswalde herum ist gewachsen – nun liebe ich fast jeden Ort, den meine Augen schweifen. Wunder. Das funktioniert nicht nur im Osten, sondern auch im Westen. (Ich habe neulich ein paar neue Schlagwörter verteilt, Bundesländer und Städte Links gesetzt). Es gibt Konflikte im Sehen und im Erleben. Nach 20 Jahren immer noch Gast im Osten. Die Kamera bringt das auf den Punkt. Es geht also auch hier um Nähe und Distanz, wenn auch ganz anders als bei »Sieben Sachen«.

Mein Beitrag (mittig) für »body & soul«
Schoko Casana Rossos hochwertigen Mail-Art Projekte
waren mir Vorbild für unsere Post-Kunst heute


Warum ich das endlich nach all den Jahren schreibe? Für die Post-Kunst-Werk Porträt Reihe. Seit vielen Jahren ist mir die Postkunst wichtig. Gemeinsam mit Michaela Müller organisiert, finden dreimal im Jahr Postkunst Aktionen statt, an denen jeder teilnehmen kann, wer möchte. Hier die Philosophie. Ausgedehntes Sutium, wenn man so möchte. Denn über die Postkunst gelingt es immer besser, verschiedene künstlerische Techniken auszuprobieren, zu vertiefen und auch thematisch zu arbeiten. Ein Sutium im laufenden Leben zu integrieren, mit Selbstständigkeit, Haushalt, Kindern, Familie, Garten und dergleichen, ist leichter, wenn man sich immer wieder kleine Aufgaben und Projekte stellt. Dafür ist die Postkunst wunderbar geeignet. Nicht zu unterschätzen der Austausch, das Weiterlernen und die Motivation im Kreise der Teilnehmer.

Meine versammelten Post-Kunst-Werke finden sich hier.


Kommentare:

  1. Liebe Tabea, Danke für Deine Einblicke. Sehr schön geschrieben und jetzt "kenn" ich Dich gleich ein bisschen besser ;-). Liebe Grüße zu Dir, Angelika

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  2. Schön, von Dir zu lesen! Ich hatte aus irgendeinem Grund gedacht, dass jemand, der in so einem kleinen Städtchen lebt, auch von dorther kommt. Aber nein...
    Dein Blog begleitet mich, seit ich auch blogge, und ist mir einer der vertrautesten und liebsten. Bitte immer weiter sutieren, ich gucke gern dabei zu.

    Herzliche Grüße aus dem Norden!
    Mond

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  3. danke euch beiden, dass ich nicht allein so früh aufstehen musste ;o) toll von und über euch zu lesen! freue mich auf weitere poträts!

    tabea grüßt

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  4. "Ein Sutium im laufenden Leben zu integrieren,... , ist leichter, wenn man sich immer wieder kleine Aufgaben und Projekte stellt." - liebe Tabea, du sprichst mir aus dem Herzen! Und einen guten Morgen! Liebe Grüsse, Stefanie.

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  5. Ja, da bist du ja! Wie schön, dass ich dich kennengelernt habe, einiges wusste ich ja schon über dich, aber so fügt sich alles wunderbar zusammen.
    Ganz herzlichen Dank! Hat sich sehr gelohnt, das frühe Aufstehen.
    Liebe Grüße
    Michaela

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  6. Hab es nun auch in Eure Runde geschafft. Dein Beitrag gefällt mir sehr. Nun kenne ich Dich noch ein Stück besser. Welch ein Glück für Dich, Dir viele theoretische Grundlagen in einem Studium aneignen zu können.
    Meine Weiterbildung sind Eure Blogs, die Post Kunst und der Austausch mit anderen Papierverrückten. Vielen Dank und liebe Grüße Elke

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  7. Wie schön, danke. Bitte öffentlich weitersutieren!
    Liebe Grüße!

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  8. Dein "Über mich" ist dir wunderbar gelungen, sehr sehr sympathisch. Und wie spannend dein Weg war und ist, wie inspirierend - ich bewundere solch gestalterische Fähigkeiten und Talente (wahrscheinlich auch weil ich sie selber nicht habe, oder jedenfalls nicht in dieser Form). Ich bin gespannt auf weitere Einblicke bei dir. Herzlich, Sibylle

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  9. Ach wie schön! Hmmm... ja... so ein "über mich" hat was. Ich leibe es bei anderen - selbst sollt ich mich mal aufraffen. Wie sagst du so schön:

    Ein Sutium im laufenden Leben zu integrieren, mit Selbstständigkeit, Haushalt, Kindern, Familie, Garten und dergleichen, ist leichter, wenn man sich immer wieder kleine Aufgaben und Projekte stellt. Dafür ist die Postkunst wunderbar geeignet. Nicht zu unterschätzen der Austausch, das Weiterlernen und die Motivation im Kreise der Teilnehmer.

    Na, da dank ich mal für die Anregung!

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  10. Dieses öffentliche Sutieren mit Dir und vielen anderen Menschen, die sutieren und sich austauschen und dabei ne Menge lernen - ach was bin ich froh, dass es Euch gibt und Dich so wunderfein beschrieben nun, hachz! und kennenlernen durfte ich Dich ja auch in echt und Bild und Ton schon. Froi - danke. Ja hurra und gespannt auf viele neue Postkunstideen! Liebgruß, Eva

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  11. ich freu mich so, dass ich teil des postkunstwerks sein kann. es ist eine echte, wirkliche bereicherung meines lebens! und ich freu mich, mehr von dir zu lesen, zu sehen. und dich zu treffen.
    mit mehr zeit komm ich wieder!
    liebe grüße, mano
    ach ja, und die porträtidee ist genialisch. ich komme auch bald.

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  12. Liebe Tabea! Sehr spannend Eure neue Idee mit den Portraits. Großartig von Dir umgesetzt! Mit großem Interesse habe ich eben allen bisherigen sechs Künstlerinnen über die Schulter schauen können. Bei Gelegenheit lese ich alles nochmal mit wacherem Verstand.

    Vielen Dank für die gewährten Einblicke und deinen schönen Bericht. Besonders gefällt mir Dein witziges Selfi, so ungekünstelt.

    Liebe Grüße von der Ex-Leipzigerin Uta

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    1. oh danke! ich nahm nach zwei unbefriedigenden selbstporträtshootings, den schnappschuss, den ich vorab gemacht hatte ... schief, unterbelichtet, ohne digitale nachbearbeitung :)

      tabea grüßt

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  13. Liebe Tabea, vielen Dank für diesen Einblick. Unbedingt mehr! Für mich ist die Mail-Art und der Austausch über das Bloggen eine ungeheure Bereicherung. Danke! Ganz herzlich, Eli

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  14. Hi Tabea, deine letzten Sätze sind die allerbesten: ich fühle mich auch manchmal wie im Sutium und genieße, all das nachzuholen, was ich in jungen Jahren nicht machen konnte. Später kommt Genaueres dazu, denn die Profile hier in der Post Kunst werde ich sicher bald um Eins erweitern.

    Liebe Grüße

    ela

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  15. danke euch allen! freut mich! auch freue ich mich dann auf eure über michs ...
    tabea grüßt

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  16. Liebe Tabea. Danke für den persönlichen Beitrag. Geniale Idee mit den Porträts. Ich komme bald dazu. Auch wenn ich nicht jede Postaktion aktiv mitmache, so bin ich doch dabei, lese und nehme Anteil. So eine Bereicherung ist es für mich!!! Ich möchte den Austausch mit gleichgesinnten Menschen nicht mehr missen. Und, ich will auch immer weiter sutieren. LG Ute

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  17. Auch wenn wir uns schon einmal in realitas beschnuppern durften - jetzt weiß ich einfach deinen Werdegang. Und das finde ich toll.
    Auch deine Reihe "Wallen" gefällt mir so gut, weil sie mir so ganz viel klar macht, was da hakelt zwischen dem Westen und dem Osten, der Großstadt & der Provinz. Dein fotografischer Blick ist einfach einmalig.
    Ein Fan!
    Astrid

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  18. Auch wenn wir uns schon einmal in realitas beschnuppern durften - jetzt weiß ich einfach deinen Werdegang. Und das finde ich toll.
    Auch deine Reihe "Wallen" gefällt mir so gut, weil sie mir so ganz viel klar macht, was da hakelt zwischen dem Westen und dem Osten, der Großstadt & der Provinz. Dein fotografischer Blick ist einfach einmalig.
    Ein Fan!
    Astrid

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  19. Im letzten Jahr hatte ich dich ja durch deine 'Alte-Heimat-Fotos' ein wenig kennengelernt... mir haben diese Bilder schon viel über dich erzählt, aber nun, hier mehr über dich zu erfahren ist bereichernd, so wie die gesamte Postkunst! Der wunderbare Austausch mit anderen Postkünstlern tut so gut und öffnet ständig neue Blicke, nicht nur ein 12tel!
    Noch ein Fan - Ulrike

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Ich freue mich über Eure Worte! Fragen beantworte ich direkt im Blog. Persönliches könnt ihr mir auch gern mailen.