28. Februar 2013

Aussichtsturm im Februar

Geringswalde 21. Februar 2013, 12.45 Uhr

Das Foto ist von vor dem Nebel. Meinen Blick zoome ich mir aus der Ferne herbei und die Ferne dümpelt derzeit in einem Hauch von Nichts. Nun bin ich recht zufrieden mit meinem nahezu farblosen Bild. Während mein Januar-Blick bläulich schimmert, herrscht hier Sepia vor. Der Himmel trübe suppig, wie wir ihn seit Wochen kennen. Ich möchte dem Februar nicht mehr abverlangen, als ihm möglich ist. Immerhin hat er sich ins Zeug gelegt, sich vom Januar abzuheben.

Im Schneegestöber musste ich mir meinen Standpunkt, eine Betonschwelle auf einem Feldweg, freipickern. Meine Anhaltspunkte sind der kleine Stab unten rechts, die fünfte Tanne oben rechts und etwas Raum um die Birke links. Zudem legt sich der Turm an die Linie des ersten Drittels von links und stößt mit der Spitze auf die Linie des ersten Drittels von oben (meine Kamera bietet mir einen Raster im Monitor an). Die Maße beziehen sich auf das Bild mit etwas mehr Umraum, den ich später in Photoshop abschneide. Dazu lege ich vorher das Januarfoto transparent darüber.

Diashow Januar-Februar (Klick aufs Bild)

Ich freue mich sehr über euer reges Teilnehmen und über die vielen Herangehensweisen! Die Liste bleibt noch eine Weile offen für die Nachzügler. Und genießt den März …

26. Februar 2013

Teil 3: Charakter – Hand und Strich




Alles auf Anfang. Nach der dritten Zeichenstunde (hier Teil 1 und Teil 2) habe ich mich immer noch gefragt: »Wie man wohl einen Zeichenkurs an einer Grundschule hält?« Ich erinnere mich an meine Ausbildung. Zeichenunterricht bestand aus Scribbel- und Duktusübungen. Zeichnen als Schulfach war Maloche. Es ging um Präzision, Perspektive, Vorgabe, Korrektur und Technik. Klar, dass ich das keiner Seele antun möchte. Ich zerlege meine Erfahrungen von damals: die Schule, den Unterricht, die Aufgaben, das Material, die Zeichnungen … was bleibt, was mach Sinn, macht Freude, bringt weiter, tut nicht weh? Duktus zum Beispiel. Duktus ist geblieben. Schon der Gedanke daran verbessert mein Zeichnen.

1. Zeile: Übung 1, 2 und 3
2. Zeile: Übung 4, rechts daneben freiwillige Variation

Zeichner, die Duktus haben, sind gute Zeichner. Duktus bestimmt den Charakter der Zeichnung. Mir gefällt das Wort Charakter im doppelten Sinn. Ein Zeichner möchte sein Thema, sein Temperament, sein Wesen in die Zeichnung legen. Zum anderen bezieht sich der Charakter auf den Strich des Zeichners. Jeder einzelne Strich kann Duktus und Charakter haben. Hier spielt es keine Rolle, wie alt oder jung der Zeichner ist.

»Meine Striche sehen alle gleich aus.« Woran liegt das? Eine verkrampfte Hand drückt gleichbleibend kräftig und geradlinig, sie hält sich nicht an Details auf. Eine verschüchterte Hand drückt kontinuierlich zaghaft, mit vielen Unterbrechungen, sie zögert vor schwungvollen Bewegungen. Kontrast belebt die Zeichnung. Öffnen wir unsere Augen für den Unterschied zwischen hell und dunkel und für all die Zwischentöne. Es gibt dicke und dünne Striche und ich kann diese unterschiedlich einsetzen. Verläufe, Graustufen, Facetten. Strich in Variation. Lasst uns Duktusübungen machen.


Husch, husch, weg mit dem Lineal. Wir erfreuen uns an handgezogenen Linien. Freie Linien sind ehrlich. Wir nehmen einen sehr weichen Bleistift. Er liegt ohne Kraft zwischen den Fingern, gerade so, dass er uns nicht runterfällt. Die erste zarte Linie zeichnet sich fast von selbst. 

Übung 1: Zeichne senkrechte Striche formatfüllend ins selbstgemalte Quadrat. Beginne mit dem hellsten Strich, den du zeichnen kannst. Mit zunehmenden Druck auf den Bleistift sollen deine Striche dunkler werden. Du zeichnest einen Verlauf. Der letzte Strich ist der dickste und dunkelste.

Übung 2 : Zeichne wieder senkrechte Striche ins Quadrat. Diesmal beginnst du den Strich sachte und dünn und drückst zunehmend fester auf. Oben ist der Strich nun hell und unten sehr dunkel. In jedem Strich ist ein Verlauf.

Übung 3: Zeichne kurze Striche waagerecht ins Quadrat. Starte oben links. Die erste Zeile beginnen wir mit sanften Strichen. Zeile für Zeile drücken wir fester auf. Am Ende haben wir eine »Wiese« mit einem Verlauf von hell zu dunkel.

Übung 4: Wir zeichnen einen zarten Kreis in die Mitte des Quadrates. Außerhalb des Kreises ziehen wir die hellsten und dünnsten Striche, innerhalb des Kreises setzen wir kräftige Striche. Strichanordnungen können Form geben.



Mit diesen kleinen Übungen möchten wir nun jede Zeichenstunde beginnen. Konzentriert und schnell vertiefen sich die Kinder. Es gibt sehr viele Fragen. Schnell merke ich, dass Wort »Duktusübung« ist ungeschickt gewählt. »Übung!« Allein das Wort reicht aus, um schlechte Gefühle zu vermitteln. Obwohl unser Duktus-Vorhaben sichtlich gut ankommt und die Kinder hoch motiviert und mit viel Energie bei der Sache sind, murrt es hi und da »Wann sind wir endlich damit fertig?«, »Darf ich jetzt was Richtiges malen?«


»Ich bin fertig, kann ich mir jetzt was aus der Kiste nehmen? Was ist in der Kiste? Bin ich fertig mit den Strichen? Habe ich das gut gemacht?« Ich habe ein Körbchen mit runden Sachen mitgebracht. Wir fingern herum. Bewegen den Knopf im Licht. Die Schatten wandern. »Im Schatten ist viel grau!« Wir beginnen mit der Kontur. Die Kontur begrenzt den Körper. Sie unterteilt sehr konkret: Hier ist Knopf, hier ist kein Knopf. Was macht die Rundungen sichtbar? »Schatten!«


Die Knöpfe nehmen auf dem Papier erstaunlich schnell Form an. Striche verdichten sich. Perlen und Glastropfen nehmen neben den Knöpfen Platz. »Oh nein, muss ich das jetzt mit Wasserfarbe anmalen?« Denk daran, setze den Druck des Stiftes ein. Siehst du, deine Striche sind alle gleich stark. Suche die Unterschiede zwischen den Formen. »Platt ist viel einfacher! Habe ich das richtig gemacht?« Wenn wir uns um Charakter in der Zeichnung bemühen, jedem Strich etwas mit auf dem Weg geben, wie soll das falsch sein?



Zeichenkurs Teil 3
Grundschule Seelitz, 2. bis 4. Klasse
November 2012 bis Januar 2013

Die kleine Serie:

Teil 3: Charakter – Hand und Strich

24. Februar 2013

Titellosigkeit

Wochenend Momente – Erlebt, gesehen, gefühlt, gemacht und vor die Linse gehalten.

Gelernt wie man Dagobert spielt


Snaps, Caps und Studs platziert

Mich grüngestreift

Platz für das Mittagessen gesucht

Seine Zeit wird kommen!

Die hofeigene Rodelbahn geprüft

Spiel auf der Wiese beobachtet

20. Februar 2013

Der erste Vergleich – Zeigt her eure Fotos

Jeden Monat – zwölfmal im Jahr – mache ich ein Foto von meinem persönlichen Aussichtspunkt, ich werfe einen »12tel Blick«. Jahreszeiten, Wetterlagen und der Lauf der Sonne bestimmen mein Bild. Am Ende des Jahres habe ich eine wunderbare Fotoserie und einen geschärften Fotoblick.

Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Ich freue mich auf eure Fotoserien und auf regen Austausch. Nutzt die Zeit bis zum 28. Februar um eure Fotos einzufangen und zuposten. Wer mag, packt den Januarblick zum Vergleichen dazu.


18. Februar 2013

Anleitung: Einen Beitrag per Inlinkz listen

Der 20. naht! Da es Anfragen gab, wie man sich mit dem Inlikz-Tool für das Fotoprojekt »12tel Blick« verlinkt, habe ich hier eine kleine Hilfe zusammengestellt. Ich freue mich ab Mittwoch auf euren zweiten Blickwinkel.

Rufe dein Blog auf und klicke auf die Überschrift deines bereits veröffentlichten Posts

Nun siehst du die individuelle Adresse deines Posts im Adressfeld des Browsers
Kopiere diese Adresse in den Zwischenspeicher

Suche die Inlinkz-Liste auf und klicke auf »Add your link«

Kopiere die Post-Adresse in die erste Zeile
Trage Name und Mail ein
Klicke auf »Next step!«

Klicke auf »Skip this Step«
Es sei denn, du hast Lust auf all die feschen Angebote

Wähle das Bild für die Miniaturansicht aus
Klicke auf »Crop« um selbst den Ausschnitt zu bestimmen
Klicke auf »Select« und es wird automatisch ausgewählt

Wähle einen Ausschnitt, indem du an den Eckpunkten des Quadrates ziehst
Wenn du zufrieden bist, dann klicke auf »Crop the selected area«

Dein Post ist nun gelistet
Für kurze Zeit erscheint eine »processing image…« Anzeige
Dein Eintrag kann an erster oder an letzter Stelle stehen
(Je nachdem wie die Liste programmiert ist)

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Dein Beitrag steht an erster oder letzter Stelle
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Zum Löschen auf das rote Kreuzchen klicken

Bei Problemen Tabea fragen

17. Februar 2013

Rund und oder bunt

Wochenend Momente – Erlebt, gesehen, gefühlt, gemacht und vor die Linse gehalten.


Zur Nadel gegriffen

Die Kleinen gelüftet
Klosterspielplatz Geringswalde

Mich gefreut, dass das Grünzeugs überlebt hat

Überraschend halbtags auf Wasser verzichtet

Mit nem Käfer getanzt

An der Heizung gesessen

Dem Besuch des Jahres hinterhergewunken
Banhof Geithain

-.-.-

Bonusmaterial zur Untermalung des Titels



15. Februar 2013

Mail Art Frühling 2013 – Es geht los

Genug mit Winter! Und genug mit der Planerei! Wir freuen uns auf den Frühling und auf ein neues Mail Art Projekt. Wir möchten uns gegenseitig mit Post per Post beglücken. 

Die Spielregeln des Projektes »Mail Art Frühling 2013« findet ihr bei Frau Müller. Sie wird auch die spätere Linkliste in ihrem Blog moderieren. Dort ist Raum für unsere Werke, Ideen, Techniken und Freuden. Selbstverständlich könnt ihr auch ohne Blog teilnehmen.

10. Februar 2013

Gastlich

Wochenend Momente – Erlebt, gesehen, gefühlt, gemacht und vor die Linse gehalten.


Unsere Schrumpfäpfel getätschelt
Eigene Ernte versteht sich

Das Abendessen vorbereitet

Mir den Putzeinsatz versonnt

Willkommensgeschenk malen lassen
Schachtel Raumfee, Kalender Frau Müller

Dem Kind die Steine abgekauft und es mir schön gemacht

Den Besuch des Jahres vom Bahnhof (Geithain) abgeholt

Auf dem Rückweg alte Bekannte getroffen


7. Februar 2013